Selective reconstitution of IFN‑γ gene function in Ncr1+ NK cells is sufficient to control systemic vaccinia virus infection

Theresa Graalmann

 

Kernaussage

Durch Virusinfektionen werden antivirale Interferon-(IFN-)Antworten induziert. Während Typ-I-Interferone zügig die Expression von über 250 Genen erhöhen, bringen Typ-II-Interferone (IFN-γ) die resultierende Immunantwort in ein Gleichgewicht. IFN-γ wird von Zellen des angeborenen Immunsystems wie den NK-Zellen und von Zellen des adaptiven Immunsystems wie den T-Zellen produziert. Allerdings war bisher unklar, welche Funktionen IFN-γ aus diesen beiden verschiedenen Quellen hat. Um dieses zu untersuchen, haben wir ein IFN-γ-defizientes Mausmodell generiert, in dem die endogene IFN-γ-Genfunktion mittels Cre wieder aktiviert werden kann. Durch Kreuzung mit Mäusen, die Cre selektiv in Ncr1+-Zellen des angeborenen Immunsystems, beispielsweise in NK-Zellen, exprimieren, entstanden IFN-γNcr1-ON-Mäuse. Diese Tiere überleben eine Vacciniavirusinfektion. Somit reicht das IFN-γ der angeborenen Immunität aus, um die Zytokin-Antwort soweit wieder herzustellen, dass eine normale Verteilung von myeloiden Zellen vorliegt und das Überleben des Wirts sichergestellt ist.

Translationale Bedeutung

Dieses neue Mausmodell gestattet es, die Funktion der angeborenen und der adaptiven IFN-γ-Antwort in vivo separat zu untersuchen. Dieses Modell kann sowohl für die Analyse vieler anderer Infektionen als auch von Autoimmunität und Krebs von Bedeutung sein.

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