Internationalisierung

Internationalisierung

"Wir engagieren uns intensiv in Südamerika, um unsere Forschung international sichtbarer zu machen - damit wir unsere Kooperationen ausbauen und internationalen Nachwuchs für uns interessieren können. Lebendige, exzellente Forschung mit internationalem Esprit ist unser Ziel." Tim Sparwasser

Mit der Sommerschule LISA, dem geplanten binationalen Masterstudiengang AMIBA zwischen Deutschland und Argentinien sowie diversen Austauschprogrammen, ist das Institut für Infektionsimmunologie Vorreiter bei der Internationalisierung der infektionsimmunologischen Forschung im südamerikanischen Raum. Durch dieses Engagement ist in den letzten Jahren ein reger Austausch von Wissenschaftlern im Rahmen von Stipendien entstanden. Beteiligt sind vor allem der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die brasilianische Partnerorganisation CAPES, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und Consejo Nacional de Investigaciones Científicas y Técnicas (CONICET), das argentinische Pendant der DFG.

Weshalb ist uns Internationalisierung wichtig?

Seine Forschung international ausrichten heißt: über den eigenen Tellerrand blicken und neue Impulse für die eigene Arbeit zulassen. In anderen Ländern wird mit anderen Methoden an ähnlichen Themen geforscht. Dieses nationale Wissen durch Forschungsaufenthalte im Ausland international zu vernetzen, ist ein essentieller Bestandteil von Fortbildung und Qualifizierung.

Durch den Austausch von Wissenschaftlern wird unsere Forschung sichtbarer, und durch den persönlichen Kontakt entstehen neue, vertrauensvolle Kooperationen mit internationalen Partnern. Diese befruchten einerseits die Wissenschaft und sichern die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Einrichtung. Andererseits bieten sie für den wissenschaftlichen Nachwuchs ein attraktives Umfeld in dem sich weltoffene Forscherpersönlichkeiten entwickeln können.

Erfolgreicher Vorschlag

Preisträger des Georg-Forster-Forschungspreises der Alexander von Humboldt-Stiftung kommt nach Hannover

Professor Dr. Hugo Daniel Luján, Professor für Biochemie und Zellbiologie der medizinischen Fakultät der Katholischen Universität Córdoba, Argentinien, erhielt den mit 60.000 Euro dotierten Georg-Forster-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung – in Anerkennung seiner herausragenden Leistungen in Forschung und Lehre. Ihn interessiert insbesondere die zelluläre und molekulare Biologie menschlicher Parasiten und er entwickelte die erste Schluckimpfung gegen tierische Einzeller. „Er ist ein renommierter und hochgeschätzter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Immunologie von Infektionserkrankungen. Seine Arbeiten machen ihm zu einem weltweit anerkannten Experten auf dem Gebiet der Zelldifferenzierung der Darmparasiten der Gattung Giardia, die Durchfälle erregen“, sagt Professor Dr. Tim Sparwasser. Der Direktor des Instituts für Infektionsimmunologie am TWINCORE-Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung hatte ihn für den Preis vorgeschlagen. Er wird auch Gastgeber sein, wenn Professor Luján in den Jahren 2017 und 2018 zu jeweils mehrmonatigen Forschungsaufenthalten nach Hannover kommen wird. Projektziel ist die Charakterisierung der Immunantwort gegen Giardia-Antigene zur Entwicklung einer effektiven Schluckimpfung gegen Tuberkulose.

Bettina Bandel, MHH