Infektionsepidemiologie

Die Epidemiologie adressiert zahlreiche Forschungsfragen im Bereich Medizin, beispielsweise zu Risikofaktoren für Krankheiten, deren Folgen und dem Bedarf medizinischer Interventionen, sowie zur Krankheitslast in der Bevölkerung.
Diese Fragen untersuchen wir im Rahmen von populationsbasierten Studien in Deutschland und anderen Ländern; dabei haben wir vor allem chronisch virale Erreger, respiratorische  Infektionen sowie bestimmte, durch Bakterien verursachte Infektionen im Fokus.
Die wissenschaftliche Zielsetzung des Instituts für Infektionsepidemiologie ergänzt die translationalen Forschungsaspekte des TWINCORE: Wir entwickeln und implementieren epidemiologische Laborforschung, welche Ergebnisse mit direkter Relevanz für die Gesundheit der Bevölkerung und für gesundheitspolitische Entscheidungen generiert. Hierzu zählen die Entwicklung und Evaluation neuer diagnostischer Ansätze und Instrumente. Diese können im Rahmen großer epidemiologischer Bevölkerungsstudien eingesetzt werden und beispielsweise Informationen zur Relevanz von Impfprogrammen liefern.
Das Institut für Infektionsepidemiologie ist direkt mit der Abteilung für Epidemiologie des HZI verbunden. Diese betreibt verschiedene Infrastrukturen und Plattformen, um die Infektionsepidemiologie in Deutschland weiter zu stärken und Kapazitäten für epidemiologische Forschung zu schaffen. Zu diesen zählen die Kompetenzeinheit Impfdaten und die Expertengruppe „Infektion und Immunologie“ in der Nationalen Kohorte (NAKO) (www.nationale-kohorte.de ), die Translationale Infrastruktur Epidemiologie im DZIF (www.dzif.de), und das strukturierte Promotionsprogramm Epidemiologie (www.helmholtz-hzi.de/phdepi). Die enge Vernetzung dieser epidemiologischen Forschungsstrukturen, eröffnet neue Perspektiven für die translationale Forschung.